[DE] Öko – Monitoring, 2007: Bioprodukte sind weitgehend "gentechnikfrei".

Die als Bio gekennzeichneten Lebensmittel enthalten, wenn überhaupt, nur sehr geringe Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen. In 15 Prozent der untersuchten sojahaltigen Produkte fanden sich GVO - Anteile von weniger als 0,1 Prozent. Das war das Endergebnis des Öko - Monitoring des Landes Baden-Württemberg im Jahr 2007.

In der Ökologischen Landwirtschaft ist der bewusste Einsatz der Gentechnik nicht zugelassen. Dennoch werden geringfügige Beimischungen von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVOs) toleriert, wenn sie zufällig und technisch unvermeidbar sind. Wie bei konventionellen Lebensmitteln liegt der Schwellenwert bei 0,9 Prozent.

Im Jahr 2007 wurden im Rahmen des speziellen Überwachungsprogramms sechzig soja- und maishaltige Lebensmittel des Ökolandbaus auf gentechnisch veränderte (gv-) Pflanzen untersucht. Die 21 Produkte mit Bio-Mais waren durchweg "gentechnikfrei". In sechs von 39 Soja-Lebensmitteln wie Tofu und Sojadrink ließen sich sehr geringe Spuren von gv-Sojabohnen von weniger als 0,05 Prozent nachweisen. Damit lagen die Werte weit unter dem Schwellenwert von 0,9 Prozent. Zum Vergleich: Bei konventioneller Ware hatte die Lebensmittelüberwachung Baden-Württemberg 2007 in knapp jedem zweiten sojahaltigen Lebensmittel geringe Bestandteile aus gv - Pflanzenanteilen entdeckt.

Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich, dass immer weniger Bio-Lebensmittel fremde Erbsubstanz enthalten. Im Jahr 2003 waren noch 20 Prozent der Soja- und 29 Prozent der Mais-Produkte "GVO - positiv".

Das Öko- Monitoring in Baden-Württemberg wird im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung als Gemeinschaftsprojekt der vier Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter (CVUAs) durchgeführt. Das Programm besteht seit 2002 und ist in diesem Umfang einmalig in Deutschland und Europa.





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