Traceability measures

Maßnahmen zur Rückverfolgbarkeit

Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung gentechnisch veränderter pflanzlicher Rohstoffe sind in den EU-Verordnungen 1829/2003 und 1830/2003 geregelt. In allen EU-Mitgliedstaaten muss die Verwendung, Verarbeitung und der Handel mit gentechnisch veränderten Rohstoffen und daraus erzeugten Produkten über die gesamte Herstellungskette hinweg dokumentiert werden. Lebens- und Futtermittel aus oder mit gentechnisch veränderten Rohstoffen müssen gekennzeichnet werden.

Kontrolle der Kennzeichnungs- und Rückverfolgbarkeitsregeln

Details der Umsetzung und Überwachung sind in Deutschland in einem speziellen Gesetz geregelt. Dieses Gesetz  zur Durchführung der EU-Verordnungen legt fest, dass die Lebensmittel- und Futtermittelbehörden der einzelnen Bundesländer dafür zuständig sind, die Einhaltung der Vorschriften zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit zu überwachen. Außerdem werden Strafen und Bußgelder festgelegt. So kann das Inverkehrbringen ungenehmigter GVO-Produkte mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Wer GVO-Produkte falsch oder gar nicht als solche kennzeichnet oder den Handel mit GV-Rohstoffen nicht dokumentiert und damit gegen die Rückverfolgbarkeitsregeln verstößt, wird mit Bußgeldzahlung von bis zu 50.000 Euro bestraft.

Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung

Die meisten Überwachungsbehörden der Bundesländer veröffentlichen die Ergebnisse ihre GVO-Analysen in einem Jahresbericht.
In der Regel nehmen die Kontrolleure Proben von Lebensmitteln mit Mais-, Soja- oder Rapsbestandteilen, zum Teil auch von Papayas. Praktisch alle Kontrolllabors finden zumindest bei einigen Mais- und Sojaprodukten Spuren von GVO-Anteilen. Der Anteil dieser Produkte kann bei Soja bis zu 30 Prozent ausmachen. Meistens liegen die GVO-Anteile in den einzelnen Produkten aber deutlich unter dem Kennzeichnungsschwellenwert von 0,9 Prozent, in vielen Fällen sogar unterhalb 0,1 Prozent. Produkte mit GVO-Anteilen über 0,9 Prozent sind die Ausnahme. In einigen dieser Einzelfälle mussten die Behörden monieren, dass die Produkte nicht gekennzeichnet waren. Beanstandet wurden beispielsweise Konserven mit Sojakeimen oder Tütensuppe. In den Bundesländern Bayern und Hessen fanden die Kontrolleure gentechnisch veränderte Papayafrüchte. Sie sind in der EU nicht zugelassen und hätten daher nicht vermarktet werden dürfen.




Regional Co-extra reporter /rapporteur:

Back to overview page for Germany


partnership Europa logo FP6 logo